Dienstag, 13. November 2012

Mach's gut und bis bald.


Ich hab mich ausgeweint
hab alle Worte gesagt
Gedanken ausgedacht
alles und zu viel gefühlt
es steht nun nichts mehr im Raum
ich lass dich jetzt geh'n
weisst du ich bin jetzt glücklich
hab mich selbst wieder gespürt
die Liebe wiedergefunden
das Leben wieder erlebt.
Es bringt nichts dich zu vermissen,
weil das tu ich eh,
es bringt nichts mehr sich zu hinterfragen,
weil das tut nur unnötig weh.


Haben Bonnie und Clyde gespielt - unsere Vorstellungen geliebt.
Haben naiv an unsere Träume geglaubt - die sind nun geraubt und verstaubt.


Und mein Herz kann wieder atmen
meine Ohren hör'n wieder zu
bin bereit zu neuen Taten
und lasse Grenzenloses wieder zu.
Ich lache laut und hörbar
mit Augen und Seele
spiele kein Spiel mehr
und fühle.
Fühle den Windstoss
und höre das Summen
rieche den Kaffee
und atme die kalte Luft
- den Winterduft.
Weisst du, ich bin dir nicht böse
und ich bereue nicht,
weisst du, dass ich mich jetzt löse
von dir
von mir
und uns.

Sag adieu, tschüss, lass es dir gut geh'n
und denk manchmal doch zurück.
Ich hab und werd nicht vergessen
denke an unser Lieblingsstück.


Ich wünsche dir das Beste,
dass du das wahre Glück erlebst
dass du dein Leben lebst
so wie du es willst
so wie du es spürst.
Ich danke dir von Herzen 
für eine schöne Zeit
ich lass dich jetzt weiterziehen.
Machs gut, und...
bis bald.


Mittwoch, 8. August 2012

Vergessen


Man wird selbst erdrückt
Von Zweifeln und Gedankenlasten
Vom Müssen und Sollen
Von Zielen die erreicht werden sollen
Träume, vom eigenen Druck zerquetscht
Lachen, das von Ängsten und Sorgenfalten ersetzt wird
Alltag, der nur noch aus Plänen besteht,
vergessen zu leben.
Die Luft einzuatmen, die nach Hoffnung riecht,
wenn der Regen alles abwischt,
die Blätter tropfen,
das Gras viel grüner erscheint,
die Strassen nach nassem Teer riechen.
Habe vergessen, wie sich die Rinde eines Baumes anfühlt
oder  wie Brennnesselstiche an den nackten Waden wirklich brennen.
Habe vergessen, dass weit weg von gesellschaftlichen Vorgaben
- wie Bodymassindex, dem perfekten Outfit,
den hippsten Instagrammbildern, dem Ausfüllen unzähliger Formulare,
das Zahlen der Rechnungen und der gesunden Ernährung –
noch das Leben lebt, während ich darauf warte,
warte auf den springenden Moment,
dabei nicht realisiere, dass viele springende Momente
an mir vorbeiziehen.
Ich bin zu beschäftigt mit Beschäftigtsein.
Versinke in Vorwürfen,
und in meiner Angst vor ständigem Versagen,
höre mich nur noch ‚scheisse’ sagen
höre mich nur noch weinerlich klagen.
Verliere mich.
In unwichtigen Debakeln
Nörgele an unwichtigen Makeln.
Lachen, das von Ängsten und Sorgenfalten ersetzt wird
Alltag, der nur noch aus Plänen besteht,
vergessen zu leben.
Habe vergessen, wie der Sommerhimmel aussieht,
wenn der Mond die Wolken beleuchtet,
wie Eulen klingen, wenn sie in der Nacht erwachen,
wie herzerwärmend Kinder lachen,
die noch voller Unschuld ihr Leben im Abenteuer leben,
habe vergessen,
wie es ist zu vergeben –
anstatt sich ständig blinder Wut hinzugeben.

Will mich befreien von diesen Fesseln der Freude,
will nicht mehr warten, denn wenn nicht heute –
wann dann?

Dienstag, 3. Juli 2012

Befreiheit


Also dann steh ich da
und hör all die Melodien
die mich sonst Feierabends berieseln
im Zug,
wenn ich da sitze
und den Bäumen beim vorbeizieh'n
zuschau
wie Wiesen, Häuser und Kühe verschwinden
die Sonne golden scheint
und irgendeine wunderbare Stimme
die Worte in mein Ohr singt
die ich gerade hören will
weg von hier
und weg von allem was belastet
ein Teil des Rucksacks fällt ab
den man mit sich trägt.
der mich erdrückt
bedrückt,
zerstückt.
also steh ich hier
und wanke und tanze
zwischen all den Leuten
die dasselbe fühlen
so oft gehört
so oft gespürt
nun so real
vor dir
mit dir
IN dir.
die Hände die klatschen,
im Takt der Erleichterung.
der Glückseligkeit.
also steh ich da
und tanze und wanke
und wasche all den Staub weg.
und all den Alltagsdreck.
bin berauscht von all den Tönen
und allen Töchtern und Söhnen
der Musik.
die also hier stehn
und tanzen und wanken
um sich zu duschen
in Noten und texten
und an Besseres denken
als die Gegenwart.

es ist Sommer.
es ist Umbruch.
und es ist die Musik
die mich gerade hält.
und das ist was zählt;
also, wir stehn da,
wir tanzen und wanken
und wissen,
und wissen was wichtig ist.

und der Rucksack,
den ich trag,
scheint wie die Seifenblasen vor mir,
langsam an,
zu platzen.
zu tanzen,
und,


zu wanken.

Dienstag, 12. Juni 2012

Ich mag euch nicht.


Was ist es was euch bedrückt
und euch zum lästern verzückt
wie könnt ihr abends einschlafen
mit eurem Gewissen
seid ihr in Lügen gebettet
und müsst ihr euer fehlendes Selbstbewusstsein
damit aufpeppen
ihr seid ein nichts und spuckt grosse Worte
führt euch auf wie eine Horde
verlorener erbärmlicher Bettler
kleidet euch aber in Königstücher
die beim genauen ansehen
wohl vom Secondhandshop stammen
und würd euch gern ein Brett ins Gesicht rammen
nur dass ihr mal ein bisschen Schmerz verspürt
anstatt den, den ihr anderen zu schürt.
Ihr seid der Wolf im Schafspelz
Nur weniger gefährlich
Nur weniger ehrlich
Ihr seid meine beste Diät
Weil mir bei eurem Anblick der Appetit vergeht
Würd euch gern all meine Wut ankotzen
Und euren Intrigen trotzen.
Habt keinen Mut, habt kein Rückgrat.
Und was ihr tut,
ist nicht nur nicht richtig sonder auch mehr als heuchlerisch
ihr seid so nichtig
wie Pizza Hut in Italien
Papa Joe's in Spanien
Sparpläne in Griechenland
Dieter Bohlen in Deutschland.
Kein Charakter, und wohl auch kein Leben
Könnt nur nach Hass streben
Ernährt euch aus Eifersucht, Schwäche und Ungerechtigkeit
Wie Dementoren in der Dunkelheit
Saugt ihr alle Kraft raus
Und füllt den ganzen Raum
Mit schlechtem Karma
Mit euren stinkenden Sätzen
Möchte Kampfhunde auf euch hetzen
Und euren falschen Augen
kann man nicht vertrauen
Ihr vertraut euch selber nicht.
Ihr seid so verkümmert,
und scheisse nochmal,
so widerlich.

Montag, 28. Mai 2012

Nicht naiv, ein bisschen kitschig, vielleicht.

Wir sitzen da und hassen die Sekunden dafür,
dass sie vergehen und uns die Zeit stehlen
die wir damit verbringen,
von später zu reden.
Wie es sein wird, wenn wir uns morgens auch sehen.
Wir umarmen uns und die Minuten verrennen
als die Uhr uns verkündet, die Wege jetzt zu trennen.
Er läuft grad mit nem Koffer an mir vorbei
der mir indirekt sagt, die Tage sind jetzt vorbei,
und schlage die Richtung zum Bahnhof ein.
Die Richtung nach Haus, und nein...
bei mir dauerts nicht so lang,
wie bei dir, bis ich ankomm.
Aber doch nirgends bin.
Und ich mag den Koffer nicht.
Er erinnert mich an deinen roten Reisebegleiter
den ich so oft mit dir empfange
zunächst heiter,
und dann viel zu oft verabschieden darf.
Ich sollte nicht so denken,
dankbar für das Vergangene, das wir uns schenkten.
Und trotzdem klopft mein Herz wie wild
weil es mir keuchend mitteilen will
dass grad ein Teil fehlt.
Ein Teil das die Farben mitnimmt,
und dann alles Negative verschwimmt,
welche meinen grauen Alltag an vielen Wochenenden bunt anmalt.
Mich anlacht.
Aus meiner Rationalität Luftschlösser baut.
Auf meinen Pessimismus kaut
und Träume ausspuckt
wo alles so luftballonmässig ausguckt,
da finden wir uns dann eben wieder,
an diesem Ort.
Ich lehn mich dann an hör dir zu
und glaub dir jedes Wort -
mein Misstrauen hast du ausradiert
guckst, dass meine Mauer ihren Stand verliert.
Sie fällt, du lässt sie fallen
und wir hören nur das Hallen
ihrer Trümmer in einer Schlucht
die sich schliesst und nicht versucht
mir wieder irgendwelchen Schutz zu gewähren
den ich mit dir nicht brauche,
der wird mir nicht fehlen, so viel ist klar
- du machst nämlich alles so wunderbar.
Nicht naiv gemeint, nur ein wenig verliebt
ein bisschen kitschig, vielleicht,
aber das reicht
- reicht zu wissen was wir eben tun.
Mach dir keinen Kopf
ich bleib wirklich da,
da wo ich jetzt bin,
da wo ich auf dich warte.
Da wo jetzt die Bremsen auf den Gleisen erklingen,
da, wo jetzt die letzten Vögel noch singen.
Der Zug hält an, ich bin schon zuhause...
ohne dich und doch mit dir.

Ich bleib da, das schwör ich dir.

Freitag, 18. Mai 2012

Frühling, du Arschloch.


Im Herbst werde ich ruhiger, nachdenklicher, lass den Sommer ausklingen,
mit all seinen Emotionen, langen und lauwarmen Nächten, den Sommer,
von dem ich von der einen Grillparty in das andere Fest gerauscht bin,
Energie hatte um unser ganzes Land mit Strom zu versorgen,
ja im Herbst lass ich das langsam, genüsslich aushallen.
Die Vögel werden leiser, die Musik ist nicht mehr so laut,
die Sonne haut mich nicht mehr mit ihren manchmal erbärmlich
heissen Strahlen an den Strand, der See wird kälter.
Und schon bald fallen die farbenfrohen Blätter, der Wind weht stärker
und der Himmel wird schneller dunkel, ja, das Wintergewand wird angezogen,
ich werde melancholisch, ruhig, nachdenklich, kritisch, inspiriert, ruhe in mir.
Aber der Frühling!
Der verarscht mich dieses Jahr!
Ich kann mich selten auf den Sommer freuen,
weil er mich mit seinen Sonnenstrahlen provoziert,
kaum schliesse ich die Augen und möchte den Moment festhalten,
regnet's mir auf dem Kopf, es hagelt und gewittert,
die Wolken spielen mir einen Streich und ich wird zum Griesgram mit meinen jungen Jahren.
Nichts kommt mir in den Sinn, weil nichts mich traurig oder fröhlich macht,
nichts macht mich wütend,
sondern nur leicht verärgert weil ich das Ganze momentan nicht einordnen kann.
Ich weiss nicht wo ich steh.
Ich weiss nicht wo ich bin.
Wo ich hinkomm.
Obwohl ichs doch tu, und obwohl doch alles so gut wäre.
Und dann reg ich mich darüber auf dass ich mich aufrege und dann windets mir noch den Regenschirm weg.
Fühl mich leer.

Frühling du Arschloch.

Du bist Schuld an meiner Schreibblockade.
Hau endlich ab und hol den Sommer!

Dienstag, 1. Mai 2012


Regentropfen fallen,
nicht mehr schwer und traurig,
schwertraurig,
sondern leicht und besinnlich,
hinterlassen frischen Teergeschmack,
wischen die Wintersorgen weg,
die Kälte in den Herzen und in der Luft
wird von angenehmer Wärme ersetzt,
Leute rennen nicht mehr gehetzt
durch die Strassen und halten ihre Kapuzen hoch.
Sie schlendern, angetrieben von wohlwollenden Sonnenstrahlen
goldenes Bier schimmert durch Gläser,
Sonnenbrillen werden als Zeichen für eine neue Zeit aufgesetzt
Gesichter strahlen und Stimmen werden lauter,
Glück liegt in der Luft und Vorfreude
auf unendlich lange Nächte macht sich breit,
sie ist greifbar nah, die Freiheit.
Sommer, Sonne, Sonnenschein,
See und Meer, unbekümmert sein.
Es riecht nach Fleisch
und knistert nach Grill,
es zirpt in der Nacht,
die Welt steht still.
Der Sommer naht.
Und ich steh da –
kann es kaum erwarten
um mit Musik und Freunden auszuarten.