Dienstag, 8. November 2011

jetzt oder nie.

die zeit rennt, sie rennt,
sie rennt schneller als lucky lukes schatten schiessen kann
und du versuchst oft sie zu halten, sie zu zwingen, anzuhalten,
wenn auch nur für kurz, "doch lass das jetzt mal schnell so",
zu schnell ist das wieder vorbei,
zu schnell bin ich wieder dabei,
mich zu verlieren im strudel der geschwindigkeit,
weil wir müssen uns ja weiterentwickeln
wir müssen ja erwachsen sein,
und so tun, als würden wir gern tun, was wir machen,
das gehört zur ettikette, einfach winken und nett lachen…
aber hey nein, und also,
dann, bitte einfach mal
stopp!
jetzt oder nie
der augenblick, er flieht,
und komm renn mal schnell mit,
an den regeln vorbei
und schrei!
schrei was du willst
so laut wie du kannst
und lausche deinem echo
das in den mauern der starrheit hallt.
laufe auf den linien der grenzen entlang
tu, was man eigentlich nicht tun kann,
vergiss das "eigentlich" und setz ein "immer" dran,
es ist jetzt oder nie
und es ist dein leben
es gehört dir,
und könntest du dir jemals vergeben,

…wenn du es verschläfst?

Montag, 7. November 2011

unbedachtheit.

unendliche weite und grenzenlosigkeit
möglichkeiten, die immer offen bleiben
falls sich halt doch etwas besseres ergibt.
abenteuerlust und spannung
wer weiss was uns erwartet?
wir wollen leben, ja leben,
und alles so nehmen, wie es kommt
und die sekunde geniessen,
denn sie zählt so schnell wieder zur vergangenheit
wir wollen verrückt sein, verrückt und jung
und unglaublich ausgelassen.
wir geben uns dem moment hin
und lassen uns treiben
in der strömung der unbedachtheit
denn was schon denken, denken hindert.
zwanglos, impulsiv, lebendig, unbesonnen
wollen wir sein,
zwanglos,
weil wir noch lange genug an verpflichtungen gebunden sein werden.
und wir tun was uns gefällt
wann es uns gefällt,
unwillkürlich,
denn es ist uns egal, was von uns gedacht wird,
denn denken hindert.
wir schauen nicht zurück,
denn die vergangenheit ist vergangen
was wollen wir uns darüber noch den kopf zerbrechen,
wir leben in der gegenwart, im jetzt, genau jetzt.

und nun sag mir, bist du glücklich?
ich bin zwar da, doch bin ich es nicht,
und die mauer vor mir wirst du nicht überwinden.
die mauer hält schmerz von mir fern.
weil nur du könntest mir weh tun.
und sag mir bist du glücklich?
erfüllt es dich genau so wie mich, denn nein…
mich erfüllt es nicht, ich möchte einfach nicht denken.
denn denken hindert.
denken tut weh.

Donnerstag, 3. November 2011

frei(er fall)

angst sich zu binden,
sich festzubinden,
sich an zu kleben,
etwas zu verpassen,
denn es gibt noch so viel zu erleben,
und dann muss man frei sein,
frei wie ein vogel,
frei und ungestüm,
und vorallem,
frei und einsam.

aber dieses opfer ist nichts im vergleich
zu erlebten, zu noch erlebenden,
denn wer braucht schon festen boden unter den füssen,
wenn der adrenalin-kick ruft,
frei, fliege, und wenn du stürzt,
dann hast du's wenigstens versucht,
der preis der freiheit ist hoch,
die angst vor verbindlichkeit ist höher.

freier fall, der wind der dir ins gesicht weht,
so dass du kaum noch atmen kannst,
und das kribbeln, das durch deinen ganzen körper tost,
ja das ist freiheit, und wenn du am grund aufprallst,
liegst du da, denn du hast nie nach sicherheit gefragt,
alleine,
denn der preis der freiheit ist hoch.

doch die angst vor verbindlichkeit war höher.

Mittwoch, 2. November 2011

das loch.

du stehst auf, wie jeden tag.
und du machst das, was du jeden tag so tun musst.
du weisst eigentlich gar nicht so genau, warum,
vielleicht weil es alle so tun,
vielleicht weil es die erwartungen der gesellschaft erfüllt,
weil es immer schon so war.

und du fühlst dich kalt. wie ein roboter,
immer die gleichen bewegungen,
hintergedanken, ach was gedanken; gedankengänge,
du fühlst dich taub, leer, wo ist das gefühl,
was ist das überhaupt fühlen?

und diese bar. sie scheint dir irgendwelchen halt zu verleihen,
denn irgendwo muss man sich ja festhalten.
du lachst.
du zwinkerst.
du siehst.
du suchst.

du suchst bei ihr. du suchst, indem du ausprobierst,
und nennst es spontanität,
dabei ist es ein verzweifelter versuch aus
deiner lähmenden situation auszubrechen, ja lähmend,
weil du nicht vorwärts kommst, obwohl die tage vergehen,
und dein kalender schon bald wieder eine neue jahreszahl anzeigt.

du stehst obwohl du rennst. du stehst im sumpf deiner
faulheit etwas zu ändern. an dir.
weisst du überhaupt noch was wahre freude ist?
nein, natürlich nicht, denn du bist zu beschäftigt
dich über deine vorgesetzten oder professoren zu beschweren,
und überhaupt sei es eine frechheit dass die öffentlichen verkehrsmittel
immer teurer werden, und du hast ja immer so viel zu tun,
viel zu viel zu tun.

hast du?
ja, schwarzdenkerei und alles ist so negativ und wo führt uns
das noch hin, das hat ja keine zukunft, nimmt schon zeit ein, nicht?

du suchst. du suchst in dem du fehler bei allen anderen suchst,
und nicht bei dir. denn warum, du bist ja das opfer, und machst
alles was im rahmen des möglichen liegt.

du suchst und versuchst das loch in deinem herzen, in dir drin,
zu stopfen. denn da ist was, diese leere, die droht dich bald
zu verschlingen, denn du fühlst, du fühlst einfach nicht mehr.

und was wäre, wenn du das tust was dir gefällt und nicht das,
was erwartet wird. wenn du einfach deinen koffer packen würdest
und in die welt stapfst, dich selber kennenlernst,
die welt wirklich kennen lernst.

nein, das sei doch viel zu riskant und ausserdem passe das gar nicht
in den zeitplan und überhaupt seist du sowieso kein abenteurer
und du hast dir zwar "into the wild" angesehen aber das reiche dir.

da ist es wieder, das loch.

das loch deiner kläglichen passivität.

in dem du langsam aber sicher versinkst.




Dienstag, 1. November 2011

berlin, berlin! und ein bisschen poland.

berlin ist lebendig. pulsierend. freundlich. vielseitig. offen. und so viel viel mehr.
berlin ist einfach grossartig!

viele leute kennen gelernt, berlin kennen gelernt.

die deutsche hauptstadt hat uns trotz hoher erwartungen - die folge zahlreicher schwärmereien -
umgehauen bzw verblüfft.

5 tage haben wir gebucht, einen davon sind wir noch schnell nach polen gedüst
und somit hatten wir ein ziiiiiiemliches programm.
da ich weder von unseren, zum teil, chaotischen erlebnissen anfange (hat schon seine gründe!),
und sachlich sonst auch nicht mehr als ein reiseführer erzählen kann -
lass ich jetzt doch einfach mal bilder sprechen.

die sagen ja mehr wie 1000 worte, bekanntlich.